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Blackbird
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Die Deutsche Bahn
« am: 20. Juli 2010, 11:09:02 »

Eigentlich bin ich ja ein begeisteter Bahnfahrer, besonders was den ICE betrifft, welchen ich allerdings zur Zeit auch „Finnenexpress“ nenne.

Die Vorkommnisse der letzten Zeit haben mich doch etwas zum Grübeln gebracht, was die Deutsche Bahn angeht.

Die Ausfälle der Klimaanlagen in den ICE’s hätten vermieden werden können durch regelmäßige Wartungen etc.

Am Freitag werde ich selbst wieder in einen solchen steigen und bin mal gespannt ob ich trocken ankommen werde (hat in Gedanken schon einen Hammer in der Tasche ….)

Wenn ich so zurückblicke in die Zeit, wo die Bahn noch in staatlicher Hand war, so fällt mir auf, dass doch einiges besser lief. Die Züge waren pünktlich, immer gut gewartet. Die Strecken waren auch nach einem Unwetter verhältnismäßig frei und der Betrieb konnte ohne großes Aufsehen weitergeführt werden.

Nach dem Privatisieren sieht es leider anders aus. Technische Defekte, Verspätungen (nehme am Freitag am besten ein Zelt mit), komplette Ausfälle von Zügen etc. Zum Dank werden die Preise dafür auch wieder angehoben.

Hier mal ein kleines Ranking:

Platz 1: Ausfall von Triebwagen
Platz 2: Defekte Oberleitungen
Platz 3: allgemeine Defekte
Platz 4: Personen am Gleis
Platz 5: Überbuchungen

Das könnte jetzt so weitergehen.

Im Gegensatz zur Deutschen Bahn, welche viele Strecken still legen ließ oder von privaten Unternehmen übernommen wurden, sieht es bei diesen privaten Unternehmen (Beispiel: Rhein-Sieg-Bahn) wesentlich anders aus. Kaum Verspätungen, top Züge etc.

Ich bin der Ansicht, dass die Bahn wieder in staatlicher Hand sein sollte, damit es auch wieder funktioniert.

Wie seht Ihr das? Mich würde in erster Linie natürlich die Meinung der Bahnfahrer interessieren, aber auch der Autofahrer. Ihr müsst ja auch gute Gründe haben, um nicht mit der Bahn zu fahren, gelle?

Bin mal gespannt ….. lächeln
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Pat
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Re: Die Deutsche Bahn
« Antwort #1 am: 20. Juli 2010, 11:40:10 »

Von 2004 bis letztes Jahr im Mai bin ich mit der Bahn alle vier Wochen nach HH gefahren.
Nun habe ich einen günstigen Diesel-PKW und fahre lieber selbst.

Trotz Bahncard 50 hat mich eine Fahrt hin und zurück um die 80 Euro gekostet. Mit dem Diesel fahre ich - reine Spritkosten - günstiger.
Im ICE hatte ich Sitzprobleme. Ich bin nicht schlank und die Sitze sind eine Zumutung.
Im IC ging das schon, aber die Fahrt dauerte um die 4 Stunden und die Unisex-Toiletten in den Zügen sind mehr als eine Zumutung.
Hatte ich Pech und musste zunächst mit einem Regionalexpress zum nächsten Intercity-Bahnhof fahren, waren die Umsteigezeiten für den Weg vom einen Gleis über eine Überführung zum Abfahrsgleis so knapp, dass man scih tierisch beeilen musste ( um festzustellen, dass der IC Verspätung hatte)
Dass schon mal ne Klimaanlage im IC ausfiel kann ich auch berichten. Fenster aufmachen geht dann nicht, Hartgesottene bleiben sitzten, Schwitzer suchen sich einen anderen Waggon.
Die Bahn und ihre Angestellten (oder ihre Anweisungen) sind nicht kulant. Manche Zugbegleiter sind leider unfreundlich und machen es nicht leicht, sich für die Bahn zu entscheiden. Dazu klommen schreckliche Sitznachbarn oder pöpelnde, saufende Mitfahrer...

Ich bin froh, jetzt einen Diesel zu haben lächeln
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Re: Die Deutsche Bahn
« Antwort #2 am: 20. Juli 2010, 12:53:45 »

Moinsen,

zum "Klima-Chaos" der DB eine Karrikatur vom Fuchskind.


:
« Letzte Änderung: 20. Juli 2010, 12:58:16 von werner-wow » Gespeichert

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liebe Grüße


Werner
Babsi
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Re: Die Deutsche Bahn
« Antwort #3 am: 20. Juli 2010, 19:43:20 »

Ich las vorhin, dass in dem bewussten Zug, wo die Schulklasse drin war, 70 °C herrschten. Da lobe ich mir die alten D-Zuge meiner Kindheit, da konnte man nämlich einfach das Fenster aufmachen, wenn es heiß war. Eine Klimaanlage gab es nicht, aber ein weit geöffnetes Fenster samt Fahrtwind kühlt auch prima.

LG
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Re: Die Deutsche Bahn
« Antwort #4 am: 20. Juli 2010, 20:07:34 »

Also mit dieser Angabe 70 Grad Celsius wäre ich vorsichtig, das relativiert sich im Artikel:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/interne-pruefung-nach-ice-hitzeschock-ueber-grad-im-zuginneren-1.977528

Trotzdem so etwas darf nicht passieren, denn wenn zufällig mal jemand mit schwacher Konstitution mitfährt kann es da zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Also die Verantwortung möchte ich nicht übernehmen, wenn da ältere Mitbürger in den Abteilen umkippen. Da kann es sein, dass der Zug schnellstmöglich halten muss und und man die Leute mit dem Hubschrauber ins nachste Krankenhaus bringen muss. Also bisher hatten die von der Bahn sehr viel Glück. Mit ein bisschen Getränkeausteilen ist es nicht getan.
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Re: Die Deutsche Bahn
« Antwort #5 am: 10. September 2010, 10:28:27 »

Wer die Stuttgarter Bürger darin unterstützen möchte, dass in Stuttgart der Bahnhof nicht unterirdisch gebaut wird, der kann dies hier tun:

http://www.campact.de/bahn/sn3/signer
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Re: Die Deutsche Bahn
« Antwort #6 am: 11. September 2010, 19:27:03 »

Ich unterstütze jene Bürger in Stuttgart, die für den neuen Bahnhof sind. 

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Manfred
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Re: Die Deutsche Bahn
« Antwort #7 am: 11. September 2010, 20:09:11 »

Könnte mal jemand kurz und prägnant zusammenfassen, was gegen den neuen Bahnhof in Stuttgart spricht?
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Wir müssen die Rechte der Andersdenkenden selbst dann beachten, wenn sie Idioten oder schädlich sind. Wir müssen aufpassen. Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit.
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Re: Die Deutsche Bahn
« Antwort #8 am: 11. September 2010, 20:10:17 »

Könnte mal jemand kurz und prägnant zusammenfassen, was gegen den neuen Bahnhof in Stuttgart spricht?

Schreihälse
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Babsi
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Re: Die Deutsche Bahn
« Antwort #9 am: 11. September 2010, 20:28:16 »

Schreihälse

Diese Antwort ist nicht sonderlich informativ und sie erklärt auch nichts. Aber sie diffamiert Tausende von Stuttgartern, die ihren alten Bahnhof behalten möchten. Vielleicht gibt es hier im Forum jemanden aus Stuttgart, der das genauer erklären kann.
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Hessische Landschaft


Re: Die Deutsche Bahn
« Antwort #10 am: 12. September 2010, 07:58:30 »

Öhm....
lest mal den Compact-Aufruf, da steht alles drin.

Zitat
Wenn die Bahn endlich zu einer überzeugenden, klimafreundlichen Alternative zu Auto und Flugzeug werden soll, dann müssen bundesweit veraltete Zugstrecken ausgebaut und die häufig marode Infrastuktur modernisiert werden. Doch Bundesregierung und Deutsche Bahn versenken knapper werdende Gelder lieber in ein Prestigeprojekt: „Stuttgart 21“.

Ein Vorhaben ohne jeden verkehrspolitischen Nutzen: Bestehende Engpässe würden nicht behoben, sondern verschärft. Die Milliardenkosten für das Projekt werden ständig nach oben korrigiert. Die Modernisierung des bestehenden Kopfbahnhofs würde nur einen Bruchteil kosten und weit mehr Bahnverkehr ermöglichen.

und im Schreiben heißt es:
Zitat
Sehr geehrter Herr Mappus,
sehr geehrter Herr Dr. Ramsauer,
sehr geehrter Herr Dr. Grube,

mit dem Infrastrukturprojekt "Stuttgart 21" versuchen Sie gegen den Willen der Bevölkerung ein Prestigeprojekt ohne jeden verkehrspolitischen Nutzen durchzusetzen. Der unter die Erde verlegte Bahnhof ließe mit seinen geringeren Kapazitäten und unflexibleren Verkehrsanschlüssen neue Engpässe entstehen, anstatt alte zu beseitigen.

Das gesamte Infrastrukturvorhaben würde mindestens 9 Milliarden Euro verschlingen. Geld, das bundesweit fehlen würde, wo es wirklich gebraucht wird: Beim Ausbau des Personennahverkehrs als klimafreundliche Alternative zum Auto und der Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene.

Ich fordere Sie auf: Stoppen Sie den Abriss des Stuttgarter Hauptbahnhofs und beerdigen Sie "Stuttgart 21"! Denn es gibt eine bessere Alternative: das Konzept "Kopfbahnhof 21". Es würde nur einen Bruchteil kosten und weit mehr Bahnverkehr ermöglichen.

Die Mittel sind begrenzt und die Gegner wollen kein Prestige-Objekt,das Milliaren verschlingt, sondern die Bahn zukunftsfähig machen.
Wenn die Bürger das so sehen, sind gewiss wirtschaftliche Interessen in Gefahr. Das ruft natürlich Freunde der Freien Demokraten auf den Plan, nicht wahr, BIG-dad? lachen
Wie sich die Wirtschaftsinterressen und die der Menschen doch immer wieder auseinander bewegen....
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Marion
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Re: Die Deutsche Bahn
« Antwort #11 am: 12. September 2010, 10:37:24 »

dieser Bahnhof ist unnötig (also in dieser Form)
die Elbphilharmonie nur blöde
die Stadtbahn reines Geldverschwenden

Warum das alles nur damit sich irgendwer ein Deckmal setzt

Die Bahn braucht dringend ihr Geld um ihr Streckennetz in Ordnung zu halten um es für die Schnellenzüge überhaupt möglich zu machen das sie schnell fahren.

Hamburg hat kein Geld seine bestehenden Theater/Musikhäuser zu sanieren und auf neusten Stand zubringen aber unmengen an Geld für ein Gebäude das nur eine gerinnge Zahl an Hamburgern oder auch Deutschen besuchen wird.
Und was die Hamburger ganz gewiß nicht brauchen ist ein neues Wahrzeichen !
Straßen und Nahverkehr brauchen ganz dringend Menschen die sie wieder in Stand setzen, es ist aber ist kein Geld da, muss ja für die Stadtbahn bereit stehen.

Geld investieren ist sicher gut und dringend nötig aber bitte in die Richtigen Dinge.

Marion
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Und wenn du alle Regeln hältst
und hast die Liebe nicht
dann hast du nichts !
big-dad
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Re: Die Deutsche Bahn
« Antwort #12 am: 12. September 2010, 12:27:49 »

Das ruft natürlich Freunde der Freien Demokraten auf den Plan, nicht wahr, BIG-dad? lachen

Immerhin nett, dass Du den Freien Demokraten nicht unterstellst, diese blöde, teuere, von Steuergeldern subventionierte Bahn gleich ganz abzuschaffen und Autobahnen zu bauen, wo heute diese unwirtschaftlichen Züge stets zu spät rumzuckeln...  zwinker

Bleiben wir mal realistisch:

Der jetzige Bahnhof wurde im Ersten Weltkrieg gebaut und kurz danach fertiggestellt. Natürlich wurde danach viel "geflickt" (nicht zuletzt nach dem 2. Weltkrieg) und erweitert.

Stuttgart ist ein Verkehrsknotenpunkt in der Hauptstadt eines der prosperierendensten Bundesländern. Es liegt auf der Hand, dass der massiv zunehmende "Regionalverkehr" zwischen den immer enger zusammenwachsenden Knotenpunkten, einer stetig wachsenden Agglomeration mit Pendlern und dem internationalen (europäischen) Ausbau von Hochleistungsverbindungen (ICE etc.) zwingend zu einer "Entflechtung" führen muss. Dass da die noch immer sichtbaren Strukturen von 1928 mal ganz grundsätzlich überdacht werden mussten, liegt doch auf der Hand; auch wenn der Bahnhof heute mit jenem von 1928 nicht mehr direkt zu vergleichen ist.

So ein Projekt entsteht nicht aus Jux und Tollerei in ein paar Wochen. Und auch nicht wegen irgendwelcher lokalen Furzideen. Vielmehr handelt es sich hier um einen Bestandteil eines EU-Projektes, des sogenannten "Trans-European Networks" (Transeuropäischen Netze). Dieses gigantische, generationen überdauernde Projekt wäre ein separates Kapitel.

Das Konzept wurde vor 22 Jahren (!!!) erarbeitet, von Fachleuten und Politikern beurteilt und mit anderen Varianten verglichen - und vor 16 Jahren (!!!) der Öffentlichkeit unterbreitet! Danach wurden alle die Einsprüche, Gerichtsverfahren gegen den Plan, Umweltverträglichkeitsstudien, Wettbewerbe und Ausschreibungen (Offerten), konkrete Vorplanungen etc. vorgenommen.

Vor 4 Jahren waren die letzten Gerichtsentscheide abgeschlossen (hauptsächlich bezüglich der Einsprachen eines Vereins - des "Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.", der jetzt auch zusammen mit den "Grünen" für die Volksverhetzung verantwortlich ist) - und dann erst konnte das Projekt beschlossen werden. Vor 3 Jahren einigten sich Bund, Land, Stadt, Bahn und der Verband Region Stuttgart auf den Baubeginn am Personenbahnhof und der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm in diesem Jahr 2010. Das war nicht "geheim" - es war öffentlich und stand in den Zeitungen. Vor über einem Jahr begannen die Bauarbeiten im Güterbahnhof; vor einem Jahr wurden die Arbeiten im Personenbahnhof vergeben - sie begannen Anfang dieses Jahres.

Das also sind die Facts. Die "Grünen" und der "Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V." sind offensichtlich nicht in der Lage, alle demokratisch (inkl. Umweltverträglichkeitsprüfung) in dem idiotisch langen Planungs- und Einspracheverfahren legitmierten  Entscheide anzuerkennen - sie organisieren trotzig und undemokratisch ein lautes, populistisches Getöse. Wahrscheinlich sind sie dagegen, dass ein paar tausend Bauarbeiter Arbeit und Brot haben und nicht viel gemütlicher "Hartz-IV" beziehen dürfen...

Mir persönlich ist der Bahnhof an sich völlig egal. Aber ich ärgere mich über das undemokratische Verhalten und die populistische Hetze der Initianten dieser Proteste. Wie soll ein Staat regiert werden können, ja - wie soll je ein grösseres Projekt ausgeführt werden können, wenn es sich selbst nach den inzwischen extrem aufwendigen gesetzlichen Planungs- und Nachweisauflagen undemokratischen, populistischen Hetzkampagne ausgesetzt fühlen muss?

Diese Initianten der Proteste ("Grüne" und "Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.") schreien immer lauthals nach "Förderung des öV". Und nun stellen sie sich gegen ein Projekt, dass genau das tut, und zwar auf eine Weise, die wieder 100 Jahre oder mehr Bestand haben sollte. Ich werde den Verdacht darum nicht los, dass es ihnen eigentlich nur darum geht, zu protestieren um des Protestes Willen; aufzuhetzen um der Hetze willen. Sie richten damit Schaden am Staat, der Demokratie und dem Volk an. Nicht an den "Freien Demokraten" alleine.
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Federball
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Re: Die Deutsche Bahn
« Antwort #13 am: 15. September 2010, 19:32:34 »

Jedenfalls kommt sie bei mir zur zeit verspätet und das Personal streikt  Sauer

Dabei fahr ich doch gerne Bahn  heulen
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Re: Die Deutsche Bahn
« Antwort #14 am: 15. Oktober 2010, 12:05:26 »

Mal zum Vergleich ein Projekt, das ebenfalls sehr, sehr umstritten war - und heute ist bei einem der Bauten des Gesamtprojektes nach 17 Jahren Bauzeit ein ganz grosser Moment - aber "fertig" ist dieser Bau erst in 6 bis 7 Jahren. Die Kosten werden mit über ~9 Mrd. Euro um fast das Doppelte so hoch ausfallen, wie ursprünglich veranschlagt. (Das ganze Projekt kostet ~15 Mrd. Euro)

Ja - es war auch so umstritten, wie der Stuttgarter Bahnhof. Erst eine Volksabstimmung gab "grünes Licht". Ich bin überzeugt, dass eine Volksabstimmung in Baden-Württemberg ebenfalls eine Zustimmung ergeben hätte. Weil auch da ganz BW und nicht nur die Anwohner des Bahnhofs und ein paar Interessengruppen mit-abgestimmt hätten, sondern das ganze Land.

Die Volksabstimmung war 1994, nachdem die ersten Evaluationen für das Projekt bereits 30 Jahre (!) zuvor stattgefunden hatten.

Was will ich damit sagen? Es gibt Bauprojekte, die von den ersten Überlegungen, wie man ein Problem lösen könnte, das vohersehbar (Vorhersehung ist immer "ohne Garantie"!) bis zum Baubeginn und erst Recht ihrer Realisierung Jahrzehnte dauern können. Wie der Stuttgarter Bahnhof ist so ein Projekt zwar eine mehr oder weniger "lokale" Angelegenheit, aber sie hat ihre Bedeutung und Wirkung auf oft weit entfernte Gebiete. Das Projekt in der Schweiz, von dem ich hier berichte, ist im Interesse auch der EU und dort abgestützt, wird aber alleine von der Schweiz finanziert (und Deutschland ist mit ihrem Anteil im Hintertreffen lächeln) Hätten die Anwohner nach Baubeginn zusammen mit Chaoten und Interessengruppen mit Demonstrationen und Blockaden alles lahmgelegt - der Schaden für ganz Europa wäre unermesslich.

Worum es sich handelt, gebe ich Euch gleich als "Rätsel" auf.  Geistesblitz
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