hasekind
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Re: Hartz IV-Reform abgelehnt
« Antwort #45 am: 08. Januar 2012, 18:00:44 » |
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Hm, um auch mal etwas beizutragen. Nach dem Studium war ich auch auf staatliche Hilfe angewiesen. Ich habe gut ein Jahr davon gelebt und konnte nebenbei noch etwas ansparen. Gut, ich habe eine einfache Bleibe gehabt, nicht sehr groß, nicht im schönsten Teil der Stadt, aber mit wenig Geld nett hergerichtet. Jeder Mensch, der in die Lage kommt, Hartz IV beantragen zu müssen, sollte sich dessen bewusst sein, dass er für lau lebt und daher seine Ansprüche etwas runterzuschrauben hat. Sicher ist es für jmd, der jahrelaang ein geregeltes Einkommen hatte, schwer jetzt seinen Standard zu reduzieren, aber hey, dafür hat er Dauerurlaub, oder etwa nicht? Ich bin kein Mensch, der JEDEN Cent spart, sodass ich trotz Hartz IV und Ansparmaßnahmen auch mit Freunden weggehen konnte und mir auch Klamotten leisten konnte. Ich will nicht verallgemeinern. Nicht jeder Hartz IV-Empfänger ist ein arbeitsfauler Schuft, manche befinden sich in Übergangsphasen, aber nach einer gewissen Zeit gäbe es von mir keinen Cent mehr, jedenfalls nicht, wenn ich keine Bemühungen sehe. Ja, natürlich muss man bei der ARGE auch vorweisen, dass man Bewerbungen schreibt usw. In meinen Augen allerdings reicht das nicht aus. Zudem kommen diverse Zahlungen, die Hartz IV-Empfänger gar nicht tätigen müssen. Sie kommen oft ermäßigt rein oder gar gratis. Die Kleiderkammern haben sehr gute Sachen, denn die Menschen, die die Klamotten sortieren, katapultieren die "Lumpen" direkt in eine Ausrangierkiste. Im letzten Spätherbst kam dann eine Meldung im Radio, die mir die Hutschnur fast hat platzen lassen. Hartz iV-Empfänger, die ihre Kinder nicht in den Kindergarten schicken, sollen noch 100 Euro extra bekommen. Ja, sagt mal, geht es denn noch? Wo fordere ich da die soziale Eingliederung der Langzeitarbeitslosen und vorallem von deren Kindern? Es tut mir Leid. Aber auch ich bin, wenn ich die ganze staatliche Förderung des Arbeitslosenmarktes im Ganzen betrachte, maßlos erbost darüber, wie sich Deutschland doch selber in den sozialen Slum befördert, anstatt sich, wie eigtl gewollt, zu einem armutslosen Land zu entwickeln.
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