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Frage: ...und viele bleiben daheim
Unmöglich! So was gehört sich nicht für einen Bundespolitiker - 3 (8.1%)
Ich finde, es sollte Pflicht für die Volksvertreter sein, dahin zu gehen - 3 (8.1%)
Meinungsfreiheit gilt auch für die Bundestagsabgeordneten - 13 (35.1%)
Dann merkt der Papst mal wie unbeliebt er ist - 5 (13.5%)
Der Papst hat mit Politik nichts zu tun, der hat da nichts zu suchen - 5 (13.5%)
Ich finde es gut, wenn die Abgeordneten wegbleiben - 6 (16.2%)
Mir ist das total egal - 2 (5.4%)
Stimmen insgesamt: 18

Seiten: [1] 2 3 ... 8 Nach unten
Pat
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Der Papst kommt ins Parlament
« am: 16. September 2011, 05:36:39 »

Der Papst kommt ins Bundesparlament und keiner geht hin? lachen Nein nein, die meisten wollen schon hingehen. Aber einige eben nicht. Sie sagen, bei uns sei Politik und Kirche getrennt und daher hätte der Papst im Parlament nix verloren.
Die C-Parteien sind natürlich (auch wenn sie sich unchristlich verhalten, siehe Alylpolitik usw.) dabei, wenn der Papst kommt.

Der Papst sagt, diese Haltung einiger würde das Bild vom hässlichen Deutschen unterstreichen. Wer bitte ist denn der hässliche Deutsche? Ratzinger? So eine Argumentation kann er sich gerne schenken. Die ewig gestriege katholische Kirche, die nicht in der Lange ist von ihren Grundsätzen, was beispielsweise Verhütung und Zölibat angeht, zu weichen, kann nicht mehr erwarten dass ihr alle nachrennen, denke ich.

Also: Wie findet ihr diese Diskussion?
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anatomlu
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #1 am: 16. September 2011, 05:41:24 »

Als hätt Deutschland keine anderen Probleme!
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Die Zeit wird kommen, wo unsere Nachkommen sich wundern, daß wir so offenbare Dinge nicht gewußt haben!

Zitat von Lucius Annaeus Seneca
Pat
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Hessische Landschaft


Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #2 am: 16. September 2011, 06:01:24 »

Oh, ein Totschlag-Argument!
Wir schön.

Wir haben hier im Land viele Probleme. Nicht so viel wie Griechenland, die USA oder Italien... Aber wir haben welche. Ja. Aber dass man uns aus Luxemburg nun erzählen will, dass wir uns darüber nicht über den Papstbesuch austauschen sollen sondern die Probleme des Landes anpacken... lieber Amatomlu, das geht zu weit!  Sauer


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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #3 am: 16. September 2011, 07:42:26 »

Dass nur manche dort nicht hingehen unterstreicht für mich das Bild, dass wahre Demokratie ohne Lobbyismus nur von ganz wenigen im Bundestag vertreten wird. Denn wahre Demokratie darf niemals irgendeine Religion bevorzugen.
Als hätt Deutschland keine anderen Probleme!
Lieber Herr Tomlu, dass Deutschlands Politiker nicht das tun, was das Volk will (demokratisch sein), ist mit Abstand unser größtes Problem zur Zeit. Ein schlecht wirtschaftendes Land nach dem anderen bekommt Geld aus unserer Rentenkasse und ab einer gewissen Stellung auf dem Finanz/Arbeitsmarkt muss auch ein Konzern nicht mehr gucken, ob sich sein Geschäft noch lohnt, denn auch dank dieser Prall gefüllten Staatskasse helfen wir denen bei ihren Managerboni. Und keinen da oben scheint es zu interessieren, dass laut Umfragen stets eine breite Mehrheit gegen diese Schritte sind.

Der Papst hat im Bundestag nichts verloren. Was vertritt er denn bitte? Religion (und dann noch mit Abstand eine der undemokratischsten). Klar, er ist auch Politiker als König des Vatikans oder was auch immer er ist. Aber eben dieses Amt hat er nicht demokratisch bekommen, sondern durch vetternwirtschaftliche Hinterzimmer-Verhandlungen. Oder hat jeder Katholik auf der Welt ein Kreuz machen dürfen auf einem Stimmzettel, als er "gewählt" wurde?

Das Problem mit dem Einfluss der Kirche ist ihre riesige Lobby. Atomlobby, Autolobby, Waffenlobby.... das ist alles Kinderkram gegen die katholische Kirche; Herrgott noch eins mit den netten Lehren von Herrn Christus haben die schon lange nichts mehr zu tun. AIDS verbreitet sich munter und die sehen zu, Kindermisshandlungen werden totgeschwiegen... und dann bekommen sie auch noch massig Geld dafür. Ganz zu schweigen von all den Sonderrechten, die sie in vielen Ländern der Welt genießt, und all die Grundstücke, Gebäude und Angestellte, die auf Staatskosten unterhalten werden aber eben diesem Verein gehören. Kombiniert man all das, so ist die Katholische Kirche laut Wirtschaftsforschern deswegen das weltweit mit riesigem Abstand reichste "Unternehmen" der Welt. Das ist kein Witz.

Aber wenn man es so sieht, so hat der Papst durchaus etwas im Bundestag verloren, denn diese Nieten in Nadelstreifen ficken uns täglich mehrheitlich, obwohl wir mehrheitlich dagegen sind, doch Ratzingers Verein rammelt den ganzen Globus von Alaska bis Zimbabwe.

Achja, und der hier muss einfach obligatorisch sein, wenn Ratze uns schon als "hässliche Deutsche" bezeichnet:
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Was, wenn in ein paar Jahren, sagen wir mal 2000, jemand ein Buch von Tolkien findet. Wird er dann einfach alles glauben, was dort drin steht? Denkt mal drüber nach.
Eric S
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #4 am: 16. September 2011, 07:46:12 »

Ich bin zwar römisch-katholisch getauft (wofür ich nichts kann), finde jedoch, das Staat und Kirche bzw. Politik und Religion strikt getrennt sein sollten. Als die Kirche bzw. der Papst noch die Politik bestimmte, hat man ja gesehen, wohin das führte. Zu unzähligem Leid und zu unvorstellbaren Massenmorden im Zeichen des Kreuzes. Ich bin zum Beispiel auch dafür, das die staatlich verordnete Kirchensteuer abgeschafft wird und die Religionsgemeinschaften selbst zusehen müssen, wie sie Geld von ihren Mitgliedern bekommen. Der deutsche Papst ist zwar hochintelligent, jedoch ein Hardliner und ein Kirchenmann von Vorgestern. Die Wiederabschaffung des Zölibats ist lange überfällig. Über kurz oder lang wird die katolische Kirche nicht umhinkommen, das Zölibat aufzuheben, weil sie schon heute unter einem eklatanten Priestermangel leidet.

Das allerdings von uns gewählte Bundestagsabgeordnete ihrer Pflicht, im Parlament anwesend zu sein, nicht nachkommen wollen, egal ob nun der Papst kommt oder sonst wer, halte ich für "Arbeitsverweigerung", die bei jedem anderen Beschäftigten eine sofortige Kündigung des Beschäftigungsverhältnisses nach sich ziehen würde. Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis. Wenn jedoch Bundestagsabgeordnete Kritik an der Kirchenpolitik des Papstes üben wollen, dann sollten sie dies auch tun dürfen, so wie jeder andere Bürger auch.

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Eric S
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #5 am: 16. September 2011, 07:55:37 »


Kombiniert man all das, so ist die Katholische Kirche laut Wirtschaftsforschern deswegen das weltweit mit riesigem Abstand reichste "Unternehmen" der Welt. Das ist kein Witz.


Und wohl auch das am höchsten verschuldetste. Nur ein Beispiel: Das Erzbistum Berlin hat alleine über 75 Millionen Euro Schulden.

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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #6 am: 16. September 2011, 08:04:05 »

Von mir aus darf der Papst gerne mal den Bundestag besuchen, sogar da mal predigen.
Aber da die Politiker auch bei vielen Anderen Veranstaltungen fehlen, wobei es da ihre Pflicht wäre da zu sein, so können sie selbstverständlich weg bleiben wenn der Papst mal gucken kommt.

So ganz getrennt ist Politik und Religion nicht. Unser Grundgesetzt hat z.b. die 10 Gebote als Ausgangspunkt. klugscheiß

Warum die Deutschen für diesen deutschen Papst nun auch noch häßlich sind kann ich nicht verstehen.
Er soll sich doch einfach an das Jesu Wort halten:" Wenn ihr aber auf Menschen trefft die nicht höen wollen, dreht euch um schüttelt den Staub von den Schuhen und geht weg".

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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #7 am: 16. September 2011, 08:28:20 »

Wer hat denn Razuinger eingeladen? Oder kommt der unaufgefordert?
Ansonsten....? Kann ich unserem Prinzen nur zustimmen.

Ach ja noch eins: Aus Protest und nuraus diesem Grund (dieses Mal) würde ich als Abgeordneter auch dieser "Veranstaltung" fern bleiben, denn so wie der Vatikan mit dem Thema "Kindesmissbrauch" umgeht....Pfui!!
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Babsi
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #8 am: 16. September 2011, 11:06:11 »

Ich stehe auf dem Standpunkt, der Papst kann gerne der Johannes-Basilika in Berlin einen Besuch abstatten. Da kann er predigen, da kann er sein Mea Culpa sprechen wegen des Umgangs mit Mißbrauchsopfern. Aber die Demokratie eines Landes zu verachten, das übrigens auch noch sein Heimatland ist, das geht gar nicht. Und es ist ein Ausdruck von Verachtung, wenn er den Abgeordneten nicht zubilligt, ob diese selbstbestimmt entscheiden, diesem Besuch im Parlament fern zu bleiben. Mag sein, dass der eine oder andere vielleicht später an dem Gottesdienst im Olympiastadion teilnimmt. Aber das ist eine andere Situation. Da ist die Religion von der Politik getrennt.
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #9 am: 16. September 2011, 11:44:28 »

Moinsen,

Wer hat denn Razuinger eingeladen? Oder kommt der unaufgefordert?

Er kommt mIn auf Grund einer alten Einladung des Bundestages, es handelt sich also diesmal um einen offiziellen Staatsbesuch.

Dass nicht wenige Abgeordnete seinem Auftreten im Bundestag fernbleiben wollen, halte ich für völlig legitim. Vielleicht merkt er dann, dass seit seinem letzten Beauch seine Popularität in D sehr strak zurückgegangen ist.
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liebe Grüße


Werner
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #10 am: 16. September 2011, 13:04:35 »

Aber die Demokratie eines Landes zu verachten, das übrigens auch noch sein Heimatland ist, das geht gar nicht.

Kannst du das begründen ? Ich habe bisher ehrlich gesagt noch nicht gehört das der Papst die Demokratie in Deutschland verachtet haben soll. Wenn dem so ist, wäre dies für mich ein absoluter Grund dafür, aus der römisch-katholischen Kirche auszutreten.

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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #11 am: 16. September 2011, 13:11:36 »

@Eric S
Ich hatte das begründet. Bitte lies mein Posting noch einmal.
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #12 am: 16. September 2011, 13:19:03 »

Der Zank im Vorfeld ist eine PR-Katastrophe ersten Ranges für die katholische Kirche und beschämt deren Anhänger in Deutschland. Und so frage ich mich, was wird ein Schäfer machen, der sieht wie seine Herde schwindet  predigen

Das Problem wurzelt tiefer, als bei diesem Parlamentsbesuch sichtbar.
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #13 am: 16. September 2011, 13:43:18 »

Also wenn die Bundesparlamentarier ihr Parlament als ihr Zuhause sehen würden und ein Gast würde sein Kommen anmelden, sollte der Hausherr / Hausherren doch diesen Gast auch empfangen.
Natürlich soll Kirche und Politik getrennt sein, aber den Anstand, einen Gast unter ihrem Dach zu empfangen versteht sich als selbstverständlich, finde ich.
Und wenn die Kirche Kondome verteilt und das Zölibat abschafft, wäre sie in vielen Köpfen noch immer verstaubt und veraltet.
Der Katholizismus ist alt und dann darf es auch ruhig die Kirche sein.  predigen
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Ich darf mir den 2. Platz bei der Popowahl mit anderen teilen, aber meine Kehrseite hat es immerhin bis dahin geschafft. Danke an die Wähler
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #14 am: 16. September 2011, 13:58:18 »

@Eric S
Ich hatte das begründet. Bitte lies mein Posting noch einmal.

Jetzt habe ich dein Posting noch einmal gelesen, jedoch lese ich daraus beim besten Willen nicht heraus, das der Papst die deutsche Demokratie verachtet haben soll. Der Papst ist bekanntlich ein Deutscher und so hat er wie alle anderen Deutschen Bürger auch das Recht jene Parlamentarier zu kritisieren die einer Parlamentsitzung fernbleiben. Ganz egal ob nun der Papst kommt oder irgend ein anderer.  Genau dies habe ich oben auch kritisiert und ich verachte damit keineswegs unsere Demokratie, ganz im Gegenteil, ich bin gerade deshalb durch und durch Demokrat. Denn nur in einer Demokratie ist es möglich die Volksvertreter auch zu kritisieren. In jeder anderen Staatsform würde man verhaftet und weggesperrt und vielleicht sogar ermordet.

lg
Eric S   
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