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Dann merkt der Papst mal wie unbeliebt er ist - 5 (13.5%)
Der Papst hat mit Politik nichts zu tun, der hat da nichts zu suchen - 5 (13.5%)
Ich finde es gut, wenn die Abgeordneten wegbleiben - 6 (16.2%)
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Stimmen insgesamt: 18

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Babsi
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #105 am: 02. November 2011, 20:18:59 »

Hier gebe ich Marion recht. Und das ist nicht nur bei der Papstrede so, das ist überall so, wo Leute miteinander kommunizieren. Das liegt daran, dass jeder beim zuhören auch seine eigene ganz persönliche Geschichte mit einbringt, die das Gehörte in einer ganz persönlichen Art und Weise "einfärbt". Davon kann sich auch niemand frei machen. Darum ist die Welt voller Missverständnissen.
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #106 am: 02. November 2011, 23:40:25 »

In Taize haben wir in einer "Klein Gruppe" Nachmittags das besprochen was der Bruder am Morgen so erzählt hat,
einmal hat er was von Betonklotz Glauben und von Vögelchen Glauben erzählt.
Für mich echt überraschend war das alle 10 Teilnehmer "meiner" Gruppe, Alle komplett was anderes verstanden haben.

So ist es sehr oft mit dem Gehörten, die die hören verstehen alle was anderes, nämlich das was sie hören wollen, was sie für Erfahrungen/Hoffnungen haben, wie sie verstehen können usw.

Genauso ist es mit der Rede des Papstes, jeder hat genau das gehört was er hören wollte/konnte.

Marion
Ist zwar ne gute Antwort Marion, dennoch hat der Papst z.B. nicht, und auch nur andeutungsweise, gesagt, dass die Frau hinter den Herd gehört, so wie es Prinz verstanden haben will.

lg
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« Letzte Änderung: 02. November 2011, 23:42:31 von Eric S » Gespeichert

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Marion
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #107 am: 03. November 2011, 06:34:03 »

Eric, ich denke der Prinz hat zwischen den Zeilen gelesen/gehört  zwinker

Wenn man gegen etwas oder Jemand ist und zwar so richtig gegen, dann kann man sich überhaupt nur vorstellen das das was der gesagt /getan hat, die schlechte Meinung nicht bestättigt.

Unvoreingenommen hören fällt uns Menschen sehr schwer.


Marion
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Babsi
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #108 am: 03. November 2011, 14:18:21 »

Da muss ich den Prinzen aber mal in Schutz nehmen. Der Papst hat sehr wohl eine homophobe Einstellung. So sollen doch sämtliche Priesteramtskandidaten darauf geprüft werden, ob die vielleicht schwul sind. Priester, die sich als schwul outen, können ihre kirchliche Karriere an den Nagel hängen. Damit ist es dann vorbei. Manche von ihnen konvertieren, denn die evangelische Kirche hat mit dem Thema Homosexualität keine großen Probleme.
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Manfred
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #109 am: 03. November 2011, 17:28:13 »

@Babsi: Also, das interessiert mich irgendwie. Gibt es irgendwo im Netz einen Link, der etwas über die "Schwulheitsprüfung" der Priesteramtskandidaten aussagt? Also, ich meine etwas, das von der katholischen Kirche selbst gesagt/geschrieben worden ist?
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #110 am: 03. November 2011, 18:53:21 »


Also eigentlich klingt gerade das zum Schluss wie "outet euch und lebt frei", aber leider ist es nicht so.

Aber dann nehmen wir es doch mal so! Und bauen darauf die Diskussion auf! Ich denke, so haben es die Grünen auch verstanden, als sie spontan klatschten.

Das ist ganz genau das Fundament, auf dem all diese unzeitgemäßen verachtenswerten Ansichten dieser Religion aufbauen.

Dass der Papst auf dieser Basis zu teilweise anderen Schlüssen kommt als wir, ist wohl richtig, aber seine Schlüsse müssen ja auch für uns nicht bindend sein.
Deswegen ist die Basis ja nicht gleich schlecht.

Es ist gut, die Menschen, und natürlich gerade die Politiker, an unsere Grenzen zu erinnern. Wir sollen nicht "Gott spielen", indem wir z.B. "Menschen erschaffen" (willkürliche Genmanipulation), den Atomkern spalten (unsteuerbares Risiko) ...

Wir sind begrenzte Wesen und sollen nicht so tun, als wären die Resourcen der Erde unbegrenzt, als gäbe es nach uns niemanden mehr, als wären andere Kontinente zu unserer Ausbeutung da. Wir sollen die Kapitalmärkte nicht anbeten und nicht "ihnen allein dienen".

In meine Vorstellung von "Geschöpflichkeit" passt "Mann- und Frausein" gut hinein, aber nicht nach einem vorgegebenen Schema, sondern eben wirklich nach der "Natur", in der alles Platz hat, was wir nun mal eben in uns vorfinden, also ggf. auch Homosexualität (gibt es in der "Natur" von Tieren auch!) und SM.
Was "naturgemäß" ist, ist nicht an einer Theorie abzulesen, sondern an der Faktizität der Natur.

Dann allerdings sind natürlich auch Aggressionen naturgemäß. Trotzdem sind wir uns alle einig, dass es hier zu Selbstbeschränkungen kommen muss. Warum? Weil der Mensch eben "von Natur" nicht nur Individuum mit Recht auf Selbstverwirklichung ist, sondern auch "animal sociale", Gemeinschaftswesen, dessen Rechte ihre Grenze an den gleich großen Rechten anderer finden.

Nicht Ellenbogen-Mentalität ist gefragt, sondern Rücksichtnahme. Auch Zartheit und Zärtlichkeit gehört zur Natur des Menschen. So möchte ich den Papst gern interpretieren. Ich glaube, er widerspricht mir darin nicht.




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Babsi
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #111 am: 03. November 2011, 20:17:09 »

@Babsi: Also, das interessiert mich irgendwie. Gibt es irgendwo im Netz einen Link, der etwas über die "Schwulheitsprüfung" der Priesteramtskandidaten aussagt? Also, ich meine etwas, das von der katholischen Kirche selbst gesagt/geschrieben worden ist?

Das kann ich Dir leider nicht sagen. Es ist schon eine Weile her, dass ich davon hörte. Ich kann Dir nicht mal sagen, ob das im TV war, im Internet oder einer Zeitung. Ich weiß es wirklich nicht mehr. Es kam im Zusammenhang mit den Mißbrauchsfällen, weil unterstellt wird, dass schwule Männer zugleich auch pädophil wären, was natürlich Blödsinn ist.
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #112 am: 03. November 2011, 20:38:49 »

Manfred ich habe dieses hier gefunden, vielleicht hilft es dir


http://www.kath-info.de/homo.html

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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #113 am: 03. November 2011, 20:55:37 »

Katholische Kirche: Schwule schuld an Pädo-Skandalen

Man habe kein Problem mit Pädophilen, sondern mit Schwulen, die auf minderjährige Jungs stehen, erklärte ein hoher Vertreter der katholischen Kirche – währenddessen ist in Kanada ein Bischof wegen Besitzes von Kinderpornografie verhaftet worden.

Erzbischof Silvano Tomasi, der ständige Vertreter des Vatikans bei den Vereinten Nationen, erklärte am Mittwoch in Genf, dass die anhaltenden Sexskandale auf Homosexuelle zurückzuführen seien, nicht auf Pädophile. Er sprach nach Angaben der Zeitung "Guardian" in diesem Zusammenhang von Ephebophilie, also von der homosexuellen Zuneigung zu pubertierenden Jungs: "Von allen, die in Misshandlungen verwickelt waren, gehören 80 bis 90 Prozent zu dieser sexuellen Orientierung. Sie lassen sich ein mit Jungs zwischen elf und 17 Jahren", so Tomasi.

Der Erzbischof beruft sich dabei auf "verfügbare Forschungsarbeiten", geht aber nicht näher auf seine Quellen ein. Seriöse Wissenschaftler kommen allerdings zu einem anderen Ergebnis: So geht der angesehene Londoner Professor Arnon Bentovim davon aus, dass junge Mädchen zwei bis vier Mal eher Opfer sexueller Gewalt werden als Jungs.

Das habe ich auch noch gefunden.
und es gibt noch viel mehr, bemerkenswerte Aussagen, die mich immer wieder den Kopf schütteln lassen

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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #114 am: 03. November 2011, 21:12:10 »

Wenn man die Augen lange genug ganz fest zumacht und sich auch die Ohren zuhält und den Verstand ausschaltet kann man so werden: Ignorant und menschenverachtend.
... und sie wollen trotzdem die Lehre Christi verbreiten....
Da passt vieles nicht.
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #115 am: 03. November 2011, 21:53:37 »

Übrigens bin ich sicher, dass der Text, zu dem Marion den Link reingestellt hat, vom Papst stammt. Nur war er damals nicht Papst, sondern Chef der Glaubenskongregation der Vatikans. Der Stil des Schreibens klingt sehr nach Ratzinger.
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #116 am: 04. November 2011, 00:19:38 »

Man habe kein Problem mit Pädophilen, sondern mit Schwulen, die auf minderjährige Jungs stehen

Pädophile Würdenträger, die auf Minderjährige nicht nur stehen, sondern diese sexuell missbrauchen (egal, ob männlich oder weiblich), werden vom Vatikan gedeckt, solange sie den Mund halten und die Missstände in ihrer heiligen katholischen Kirche nicht öffentlich machen. Und die unzähligen Kinder von katholischen Priestern bekommen selbstverständlich Unterhalt von der Kirche, solange deren Mütter (und sie selbst) den Mund halten.

Aber die schwulen Katholiken und lesbischen Katholikinnen kriegen ein Problem mit ihrer Kirche, wenn sie sich einfach nur zu ihrer Liebe bekennen? Das verletzt die Menschenwürde, finde ich... Und Ratzinger ist als Ex-Chef der Glaubenskongregation und heutiger Papst maßgeblich dafür verantwortlich und gehört in meinen Augen eigentlich nach Den Haag, und nicht als Gastredner vor ein demokratisches Parlament...
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #117 am: 04. November 2011, 00:40:33 »

Aber dann nehmen wir es doch mal so! Und bauen darauf die Diskussion auf! Ich denke, so haben es die Grünen auch verstanden, als sie spontan klatschten.

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Hast du schön geschrieben, Liz.
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #118 am: 04. November 2011, 20:47:19 »

@Marion: Vielen Dank für den Link. Ich habe den Text tatsächlich komplett gelesen - und es *schüttelt* mich vor Grauen!
So haben Studien nachgewiesen, dass der homosexuellen Sehnsucht beim Mann oft das tiefe, nicht-sexuelle Bedürfnis nach Annahme und Bestätigung der eigenen Männlichkeit zugrunde liegt.
Ja, neee, alles klar..
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Re: Der Papst kommt ins Parlament
« Antwort #119 am: 04. November 2011, 21:15:16 »

Ich wußte einiges aber wenn man so was liest, als aufgeklärter und denkender Mensch
dann grusselt es einem tatsächlich
Ich finde es Menschen verachtend und sich selber über andere stellend.

Ich denke viel mehr Menschen sollten diese Texte mal lesen.

Marion
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