Die weltweit erfolgreichste Rockband der Neuzeit ist wieder da! Coldplay veröffentlichen mit „Mylo Xyloto“ ihr fünftes, heißersehntes Studioalbum. Markus Dravs, Daniel Green, Rik Simpson produzierten den Nachfolger von Viva La Vida (2008), das in 36 Ländern auf Platz 1 der Charts einstieg.

Zusätzlich legte Brian Eno Hand an Komposition und Produktion der 14 Tracks des neuen Werkes. Die neue Single „Paradise“ ist nach „Every Teardrop Is A Waterfall“ bereits der zweite Vorbote des neuen Albums, von dem sie beim diesjährigen Rock am Ring und Rock im Park Festival bereits 6 Titel live vor 140.000 Zuschauern performt haben.
Erstmalig auf einem Coldplay Album wird es einen Artist Feature geben, auf dem Titel „Princess Of China“ singt US Superstar Rhianna den weiblichen Part, dazu sagt Frontmann Chris Martin: „Das Album ist wie ein Bühnenstück konzipiert, mit männlichen und weiblichen Rollen. Rihanna spielt sozusagen die weibliche Hauptrolle…“ Am 21igsten Oktober ist es endlich soweit, dann hüllt sich die Welt in Graffiti und Coldplay verzaubern uns erneut mit Ihren Songs.
Gepflegte Melancholie gepaart mit schneidenden Gitarrenriffs ist das Markenzeichen von Coldplay. Und diesem Erfolgsrezept bleibt die britische Band auch auf ihrem neuen Album treu.
Eins vorab: Einen so entwaffnenden Hit wie “Viva La Vida“ vom vergangenen Album hat “Mylo Xyloto“ nicht zu bieten. Die erste Single “Every Teardrop Is A Waterfall“ (“Jede Träne ist ein Wasserfall“) gibt den Ton des neuen Albums ganz gut wieder: Hellerer Sound, mehr Synthesizer-Klänge, noch mehr Melancholie, komplexere Texte. Rauere Gitarrenklänge sind in aufwendig konstruierte Klang-Panoramen gehüllt, die Songs entfalten sich langsam - es ist ein ambitioniertes Projekt, mit Kunstanspruch. “Ich denke, wir haben uns selbst eine Menge zu beweisen“, sagte Sänger Chris Martin dem US-Musikmagazin “Billboard“. “Wir schreiben 70 Songs, damit am Ende zehn übrigbleiben“, ergänzte Gitarrist Jonny Buckland.
Und nach den ersten Eindrücken bleiben vor allem die Balladen in Erinnerung, mit Titeln wie “Us Against The World“ (“Wir gegen den Rest der Welt“) oder “Up In Flames“ (“In Brand“) oder “U.F.O.“. Fast alleine steckt der etwas dunklere Song “Major Minus“ in der Mitte der Platte fest.
Entsprechend trotzig ist auch der Titel zu verstehen. Im Interview der britischen Zeitung “Sun“ räumte Martin ein, man brauche bei “Mylo Xyloto“ gar nicht nach einem verborgenen Sinn zu suchen. “Es fühlte sich irgendwie frisch an. Irgendeine andere Bedeutung gibt es nicht.“ Immerhin habe sich der Name zwei Jahre lang gehalten und sich auch gegen andere Ideen durchgesetzt. “Wir mochten ihn einfach - und das ist alles, was wir zu seiner Verteidigung sagen können.
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