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SucreAngel
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Der Patient.............
« am: 01. November 2011, 15:45:41 »

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,795099,00.html

dazu eine kleine Geschichte , die man hier so auf der Uni "erzählt" bekommt

Periklis Pleitiadis ging es verdammt schlecht.Einige Jahre lang hatte der alte Hellene viel zuviel gegessen. Jetzt schleppte Periklis jede Menge überflüssiger Pfunde mit sich herum. Seine Ärzte hatten ihm in größter Atemnot das Leben gerettet. Aber damit war es natürlich nicht getan. Periklis sollte abnehmen und auch danach eine strenge Diät einhalten, damit er wieder gesund werden konnte. Aber Periklis’ Verwandtschaft hielt absolut nichts  von dieser radikalen Therapie. Die Ärzte seien geldgierige Quacksalber, die ihnen ihren geliebten Periklis nehmen wollten, rumorte es in der Familie. Sie kannte ihn eben nur als gemütlichen Dicken. Den seines überaus liebenswürdigen Übergewichts zu berauben, protestierten die Angehörigen vor dem Krankenhaus, sei nichts anderes als ein gemeiner Meuchelmord. Außerdem solle man sich doch erst einmal um die wirklich Fetten im Lande kümmern, die hätten eine Hungerkur wahrlich nötiger und sowieso mehr verdient als ihr armer Periklis.
 

Der wusste mittlerweile überhaupt nicht mehr, was er tun sollte. Auf der einen Seite war Periklis durchaus bewusst, dass er bald sterben würde, wenn er einfach so weitermachte wie bisher. Auf der anderen Seite konnte er ohne Frau und Kinder genauso wenig überleben. Aber selbst in dieser absolut nahezu ausweglosen Zwickmühle wollte Perikles doch niemanden verärgern. Also beschloss er, einen Verwandtschaftsentscheid herbeizuführen. Periklis war schließlich Grieche, und Griechen hatten bekanntlich nicht nur die Zivilisation an sich erfunden, sondern auch die Demokratie. Seine Ärzte würden das sicherlich verstehen. An Periklis würde es also auf keinen Fall gelegen haben. Er hätte ja gewollt. Wenn da nur die Familie nicht gewesen wäre.

Periklis starb dann zwei Monate später nach seinem fünften Herzinfarkt mit einem entschlossenen Lächeln auf den Lippen. Bis zuletzt hatten die Ärzte um ihr sein Leben gekämpft.

Scheiß Demokratie. Scheiß Verwandtschaft.
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...(( .... Huhu !
‹›(ړײ)...ICH bin daaaa !!
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..(_)(_) .. Das Chaos
nimmt seinen Lauf ....

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Re: Der Patient.............
« Antwort #1 am: 01. November 2011, 16:26:54 »

Also...lachen kann ich über die oben geschilderte Geschichte nicht, vielmehr kann ich die Griechen sehr gut verstehen. Okay - es herrscht(e) hier und da sicher auch eine Misswirtschaft und sicher auch Vetternwirtschaft im Lande. Aber nun sollen das vor Allem die Unterschichten ausbaden was einige wenige Geldgeier angerichtet haben?!
Wenn ich dann heute auch noch lese das der DAX um 3,xxxProzentpunkte fällt weil Papandreou einen Volksentscheid über die Europäischen Maßnahmen herbei führen möchte, kriege ich einen dicken Hals.
Leute, es geht immer lustig so weiter mit den Börsen und Banken und da muss doch endlich mal ein Riegel vorgeschoben werden.
Ich bin weiss Gott kein "FDP-Wähler" aber Rößler hat doch recht wenn er sagt, das Griechenland in eine geordnete Insolvenz entlassen werden sollte und ich gehe noch einen Schrit weiter, indem ich sage, das man ihnen ihre Wahrung wieder geben sollte. Selbst namhafte Wirtschaftswissenschaftler sind der Meinung das Länder wie Spanien, Portugal, Italien und natürlich auch Griechenland nicht mit Ländern wie Deutschland, Frankreich, Norwegen oder Großbritanien vergleichbar sind und aufgrund ihrer Strukturen viel weniger wettbewerbsfähig wären.
Selbst dann wenn wir auf eine Inflation zusteuern...Ja was denn dann? In ein paar Jahren sind wir da wieder raus. Und ging es vor der Einführung der D-Mark sehr gut. Europäische Union? Sorry, aber das Ganze entuppt sich doch inzwischen immer mehr als Totgeburt.
So - nun könnt ihr über mich her fallen.  zwinker
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Thommy
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Re: Der Patient.............
« Antwort #2 am: 01. November 2011, 17:34:37 »

Korrektur:

Uns ging es vor der Einführung des EUROS sehr gut. Europäische Union? Sorry, aber das Ganze entuppt sich doch inzwischen immer mehr als Totgeburt.
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Re: Der Patient.............
« Antwort #3 am: 01. November 2011, 17:45:25 »

So und nun
alles so lange schön gerechnet bis es gut aussieht
und nun will der "Chef" der Griechen sein Volk fragen.............................................
nun wird das passieren was schon vor 1,5 Jahren geordnet hätte ablaufen können.

Wenn er dem Volk nicht klar machen kann, dass der Weg Eurostaaten, der richtige ist,
was ja unsere Chefs den meistens Otto Normal Bürgern auch nicht glaubwürdig klar machen können,
wird man wohl oder über neue Wege suchen müssen.

Zur Geschichte: Vielleicht können die Verwante nicht erkennen wie groß die Gefahr für ihren "Liebling" ist
vielleicht hatten sie angst vor Veränderung. Vielleicht hätte Periklis Pleitiadis länger gelebt wenn er getan hätte was die Ärzte gesagt haben, aber vielleicht hätte der Streß der Diäten ihn sogar noch schneller den Tod gebracht.
Vielleicht war er ja die letzten 5 Monate seines Lebens glücklich und nicht gestreßt, unter Zuckert und Unzufriede.........................

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Re: Der Patient.............
« Antwort #4 am: 01. November 2011, 18:03:45 »

Ich persönlich meine, Papandreou hatte gar keine andere Wahl, als das Volk über seine eigene Zukunft abstimmen zu lassen. Griechenland befindet sich im Grunde jetzt schon an der Grenze zum Bürgerkrieg. Seit Einleitung der EU-"Hilfe" ist der Mittelstand faktisch ausgelöscht worden. Die Arbeitslosigkeit ist drastisch gestiegen, die Zahl der Wohnungslosen auch. Es gibt Demonstrationen, Gewaltausbrüche und einen Generalstreik hat es auch schon gegeben. Das Land beginnt, sich in die diversen Subkulturen aufzuspalten und es gilt mehr und mehr: "Jeder gegen jeden". Die Leidtragenden der EU-Maßnahmen sind wie üblich diejenigen, die das Land funktionstüchtig halten und diejenigen, die sich sowieso schon an der Grenze zur Armut befinden - oder diese Grenze gar überschritten haben.

Wenn der Sparkurs weitergeführt wird, wie die EU es fordert, wird Griechenland kollabieren. Wenn Griechenland aber nicht in dem geforderten Maße weiterspart, dann wird die EU-Hilfe eingestellt - und Griechenland wird deswegen kollabieren. Wie immer man es drehen oder wenden mag, Griechenland ist am Ende. Und aus Sicht Griechenlands ist es daher verständlich, wenn abgestimmt werden soll, auf welche Weise dieses Ende eintreten wird.

Ich persönlich mag zwar nicht so recht daran glauben. Aber dennoch! Was ist, wenn das griechische Volk *für* das Sparpaket stimmen sollte? Dann gäbe es mit einem Schlag einen griechisches Konsens und Griechenland hätte eine echte Chance, sich zu konsolidieren.
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Re: Der Patient.............
« Antwort #5 am: 01. November 2011, 18:12:59 »

Eben war im Radio zu hören, dass es auch so kommen kann:

Die Griechen stimmen GEGEN den Euro und die EU (und den Rettungsschirm) und führen den Drachmen wieder ein. Die haben ja viiiiiele Schulden. Sie könnten sagen: Nö, wir bezahlen nichts mehr - oder auch: Ok, wir zahlen mit Drachmen.  lachen
Beides hätte zur Folge, dass es den Griechen erst mal etwas besser ginge. Vorerst würde denen keiner mehr was leihen, aber das würde sich auch wieder ändern.
Leidtragende wären dann die, die in griechische Staatsanleihen investiert hätten (EZB, Deutsche Bank, all die anderen großen Geldhäuser) und wenn die leiden, leiden die Völker mit. Daher ist es für UNS (!) schlecht, wenn nun die Griechen ihren eigenen (demokratisch legitimierten) Weg gehen würden - raus aus der Union.

Wir sind auch nie gefragt worden, ob wir und wieviel wir bereit sind zu... ihr wisst schon.

Andererseits - ich glaube auch nicht, dass es noch lange so weiter geht mit der Kleinstaaterei. Ich glaube auch, dass ein Verbund von europäischen Ländern nur gut sein kann. Amiland - das waren auch Staaten! Da macht die Menge an Menschen, an Ideen, an gemeinsamen Projekten die Zukunft. Deutschland allein - das wird nix auf Dauer. Nur zusammen sind wir stark - so wie im richtigen Leben eben auch.
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Re: Der Patient.............
« Antwort #6 am: 01. November 2011, 18:22:24 »

Zusammen sind wir stark, stimmt sicher!
Aber mit wem man sich zusammen tut, sollte man sich vielleicht genauer ansehen
und nicht nur geografisch abhängig machen.

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Re: Der Patient.............
« Antwort #7 am: 01. November 2011, 18:24:22 »

Ja, auch eine denkbare Variante. Und vermutlich auch die wahrscheinlichere.
Einerseits wärs ein "bissi doof", dagegen zu stimmen, denn der Rettungsschirm würde ja - nach aktuellem Stand - eine 50%ige Reduzierung der griechischen Schulden beteuten - und das ist schon sehr beträchtlich, sowas sollte man sich *eigentlich* nicht entgehen lassen!
Andererseits, wenn ich mir so die Protestaktionen in Griechenland anschaue, spricht doch viel dafür, dass jeder erstmal nur an sich denkt - und somit dagegen ist.

Ein "Nein" Griechenlands wäre für uns alle schlecht, das steht völlig außer Zweifel.

Die "Vereinigten Staaten von Europa" - ein faszinierender Gedanke! lächeln
Aber wenn man bedenkt, dass man sich im eigenen Land nichtmal grün ist (Beispiel: Wallonen und Flamen in Belgien), dann ists noch ein langer Weg dorthin.
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Re: Der Patient.............
« Antwort #8 am: 01. November 2011, 19:13:40 »

Diese Mehrstaatigkeit war kein so großes, gewachsenes Problem in den USA. Das waren alles Einwanderer, die Ureinwohner wurden mehr oder weniger rechtlos gehalten. Alle sprachen eine Sprache - mehr oder weniger.

Hier in Europa haben wir nicht nur die vielen Sprachen, sondern auch die Geschichten hinter den Staaten, die Kriege, die Feindlichkeiten. Argwohn und Missgunst beherrschen uns nach wie vor. Dazu kommen noch die unterschiedlichen Gesetze und Gewichtungen, also was man hier für wichtig erachtet ist dort so was von überflüssig. Abgesehen davon weiß bei uns immer jeder alles besser...

Es ist ein langer Weg zu den "Vereinigten Staaten von Europa", aber genau das war der Traum derer, die es einst konstruierten: Den Weg zu schaffen.
Doch allein die Konstruktion macht es nicht, die Menschen müssen es mit Leben füllen.
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Re: Der Patient.............
« Antwort #9 am: 01. November 2011, 22:54:09 »

Wenn man uns fragen würde, was wir von Sparmaßnahmen hielten, wären wir auch dagegen. Also sind diese Umfrage(n) nicht allzu verwunderlich. Ich bin mir unsicher, ob sich daraus so einfach etwas für die Abstimmung ableiten lässt. Jedenfalls ist jede Maßnahme zum Scheitern verurteilt, wenn die Bürger nicht mitziehen und bei solchen Einschnitten braucht es schon eine gewisse demokratische Legitimation.
Sollte es für Griechenland zu keiner Verbesserung kommen, werden sie ihre Koffer packen und in den anderen Euroländern Arbeit suchen, dann stimmen sie mit den Füßen ab. Also erzwingen kann man da gar nichts, man muss ihnen Zukunftsperspektiven bieten.  Auf die Vernunft und auf Freiwilligkeit zu setzen ist denke ich noch der beste Weg.
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Re: Der Patient.............
« Antwort #10 am: 02. November 2011, 06:01:16 »

Nun will sich große alte Grieche die Vertrauensfrage stellen.
Wenn er das nicht schafft gibt es keine Volksabstimmung sondern Neuwahlen.
Nach dem, was man so im Radio hört, wäre das den Griechen lieber.

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Re: Der Patient.............
« Antwort #11 am: 03. November 2011, 13:48:53 »

Erziehung

Der Vater zu dem Sohne spricht:
 Zum Herz- und Seelengleichgewicht,
 zur inneren Zufriedenheit
 und äußeren Behaglichkeit
 und zur geregelten Verdauung
 bedarf es einer Weltanschauung.

Mein Sohn, du bist nun alt genug.
 Das Leben macht den Menschen klug,
 die Klugheit macht den Menschen reich,
 der Reichtum macht uns Herrschern gleich,
 und herrschen juckt uns in den Knöcheln
 vom Kindesbein bis zum Verröcheln.

Und sprichst du: Vater, es ist schwer.
 Wo nehm ich Geld und Reichtum her?
 So merk: Sei deines Nächsten Gast!
 Pump von ihm, was du nötig hast.
 Sei's selbst sein letzter Kerzenstumpen -
besinn dich nicht, auch den zu pumpen.

Vom Pumpen lebt die ganze Welt.
 Glück ist und Ruhm auf Pump gestellt.
 Der Reiche pumpt den Armen aus,
 vom Armen pumpt auch noch die Laus,
 und drängst du dich nicht früh zur Krippe,
 das Fell zieht man dir vom Gerippe.

Drum pump, mein Sohn, und pumpe dreist!
 Pump anderer Ehr, pump anderer Geist.
 Was andere schufen, nenne dein!
 Was andere haben, steck dir ein!
 Greif zu, greif zu! Gott wird's dir lohnen.
 Hoch wirst du ob der Menschheit thronen!

(Erich Mühsam)
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Re: Der Patient.............
« Antwort #12 am: 03. November 2011, 16:27:25 »

Nun will sich große alte Grieche die Vertrauensfrage stellen.
Wenn er das nicht schafft gibt es keine Volksabstimmung sondern Neuwahlen.
Nach dem, was man so im Radio hört, wäre das den Griechen lieber.



Das Problem bei alle dem ist de Zeit. Merkozy üben ordentlich druck aus und ein Referendum der Griechen kann frühestens anfang Dezember stattfinden. Ich hoffe das es zu einer Abstimmung kommt, ganz gleich in welche Richtung es danach geht, denn das hat imho Modellcharakter.
Interssant ist aber auch das Ergebnis einer Umfrage der Tagesschau. Frage: Finden Sie es richtig, dass das griechische Volk entscheiden soll? Noch interessanter ist das Ergebnis. Ihr könnt hier ganz unten auf der Seite abstimmen und anschliessend das Ergebnis selber einsehen.
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Re: Der Patient.............
« Antwort #13 am: 04. November 2011, 00:15:51 »

Moinsen,

Das Problem bei alle dem ist de Zeit. Merkozy üben ordentlich druck aus und ein Referendum der Griechen kann frühestens anfang Dezember stattfinden
Die  Volksabstimmung wurde mittlerweile abgesagt. Siehe z.B. bei Spiegel-Online .
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liebe Grüße


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Re: Der Patient.............
« Antwort #14 am: 04. November 2011, 00:18:03 »

Moinsen,

Zusammen sind wir stark, stimmt sicher!
Aber mit wem man sich zusammen tut, sollte man sich vielleicht genauer ansehen
und nicht nur geografisch abhängig machen.
Vollste Zustimmung meinerseits und hoffentlich lernen die EU-Organe aus dem Fall "Griechenland".
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liebe Grüße


Werner
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