Ja, das fände ich auch schön.
Ich möchte noch was persönliches dazu ergänzen. Ich teile nicht jeden Standpunkt, der vorgetragen wird. Muss ich ja auch nicht. Manchmal gebe ich auch ordentlich Kontra.
Aber! Das bedeutet nicht, dass ich diejenigen mit anderen Meinungen nicht mag oder nicht wertschätze. Ganz im Gegenteil freue ich mich darüber, Meinungen zu hören, die sich mit den meinen nicht decken. Das gibt mir selbst die Möglichkeit, meinen eigenen Standpunkt zu hinterfragen und gegebenenfalls neu bewerten zu können. Ich lasse mich gerne überzeugen, so denn die Argumente stimmen.
Ich finde es immer sehr problematisch wenn ich bemerkte, dass ein Diskussionsteilnehmer ins Persönliche abgleitet. Das schmerzt, auch wenn ich selbst womöglich gar nicht gemeint bin.
Ich nenne mal ein Beispiel: Die Guttenberg-Diskussion. Dort gibt es sehr konträre Meinungen. Das ist okay! Absolut! Aber ich habe speziell dort oft den Eindruck, dass es nicht mehr um Argumente geht, sondern um den "persönlichen Sieg" - koste es, was es wolle.
Eine Diskussion, so sie denn ehrlich gemeint und geführt wird, kennt aber keine Sieger! Sie kennt nur gute oder aber auch schlechte Argumente. Und dann muss man sich ab und zu einfach auch mal eingestehen können, dass man im Unrecht war. Das meine ich nun wieder ganz allgemein und nicht auf Guttenberg & Co bezogen. Es ist *keine* Schwäche, die Argumente des anderen zu akzeptieren und "zuzugeben", dass man im Unrecht war. Das genaue Gegenteil ist der Fall.
Genug gepredigt.

Danke, Marion.
