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21. Mai 2012, 20:15:33
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Milliardenverluste durch Urheberrechtsverletzungen?
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Umfrage
Frage:
Raubkopien
Bedeuten einen Milliardenverlust für die Industrie
1 (14.3%)
Bedeuten einen Verlust für die Urheber, aber die Schäden sind stark übertrieben
4 (57.1%)
Bedeuten eher einen geringen Einnahmeverlust für die Industrie
2 (28.6%)
Die neuen Möglichkeiten des Internets wiegen die Verluste bei weitem auf.
0 (0%)
Stimmen insgesamt: 7
Seiten:
[
1
]
Federball
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Beiträge: 5.968
Milliardenverluste durch Urheberrechtsverletzungen?
«
am:
19. Januar 2012, 17:06:41 »
Man möchte wieder mal das Internet zähmen.Hollywood und die Industrie weltweit behauptet, sie würde durch Raubkopien übers Internet bedroht. Deswegen müssten ganz strenge Gesetze her, die das Internet regulieren. Ich frage mich immer, wie die auf diese gigantischen Schadenssummen kommen
? Ist eine Raubkopie gleichbedeutend mit einem entgangengen Geschäft? Die Leute könnten sich doch das alles nicht legal erwerben, was sie sich aus dem Netz saugen. Immer mehr Seiten, die Musik- und Videomaterial anbieten bringen auch Werbung und die Urheber kriegen da auch ihren Teil denke ich.
Wikipaedia hat sich aus Protest gegen die neuen anti Raubkopierergesetze für einen Tag abgeschaltet. Pipa und Sopa heißen die Gesetze, die man sich gegen Raubkopierer ausgedacht hat.
http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article2162619/Internetfirmen-stehen-hinter-Wikipedia-Protest-in-den-USA.html
Wahrscheinlich wird erst Ruhe sein, wenn das letzte Stück Netz in der Hand der Unternehmen ist und diese allein bestimmen
«
Letzte Änderung: 19. Januar 2012, 21:59:30 von Federball
»
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Das Leben ist zu kurz um nicht das Besondere für sich entdecken zu wollen.
Manfred
Bytekiller
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Re: Milliardenverluste durch Urheberrechtsverletzungen?
«
Antwort #1 am:
19. Januar 2012, 18:20:23 »
Wieso eigentlich der Begriff "Raubkopie"?
Es wird doch gar nichts geraubt, im Gegenteil! Es wird vervielfältigt! Nach der "Tat" ist also mehr da als vorher - wo ist das Problem?
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Wir müssen die Rechte der Andersdenkenden selbst dann beachten, wenn sie Idioten oder schädlich sind. Wir müssen aufpassen. Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit.
Wau Holland
Namenloser Prinz
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Re: Milliardenverluste durch Urheberrechtsverletzungen?
«
Antwort #2 am:
19. Januar 2012, 19:08:05 »
Das liegt eben alles in der Raffgier der Menschen. Wenn ich das schon höre
"Milliardenverluste"
... Das Internet und unsere tollen Computer bieten eben einfach die Möglichkeit, Bilder, Filme, Musik und Texte zu kopieren. Warum müssen wir die Möglichkeiten dieser Technologie zügeln, nur damit ein paar blutsaugende Firmen (Verlage, Plattenfirmen...) keine Gewinneinbußen haben? Die Pferdewirtschaft (Zucht, Haltung, Hufeisen...) wurde auch nur aufs Nötigste reduziert mit Erfindung von Eisenbahn und Auto. Wo ist bitteschön das Problem? Die einzige offene Frage ist die faire Entlohnung für den Aufwand, also die ganze Arbeit hinter diesen Produkten in digitaler Form. Gute Musiker, Autoren und Filmemacher sollten gern gut von ihrer Arbeit leben können. Für gute Filme, Bücher und Musik zahle ich auch gerne etwas, sofern es den Künstlern zugute kommt, die dafür geschuftet haben. Aber solange der Löwenanteil bei denen landet, die diese Ideen vermarkten und ausbeuterische Casting-Kacke verzapfen, wird es wohl weiter Millionenklagen hageln...
...wer fängt mal an über die Milliardenverluste zu jammern, die verursacht werden, weil das böse Internet für viele eine freie Wissensquelle ist?
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Was, wenn in ein paar Jahren, sagen wir mal 2000, jemand ein Buch von Tolkien findet. Wird er dann einfach alles glauben, was dort drin steht? Denkt mal drüber nach.
Sabome
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Beiträge: 168
Re: Milliardenverluste durch Urheberrechtsverletzungen?
«
Antwort #3 am:
19. Januar 2012, 20:01:03 »
Zitat von: Federball am 19. Januar 2012, 17:06:41
Ich frage mich immer, wie die auf diese gigantischen Schadenssummen kommen
? Ist eine Raubkopie gleichbedeutend mit einem entgangengen Geschäft?
Ja, oder es wird sich ein bestimmter Prozentsatz aus den Fingern gesaugt, mit dem dann gerechnet wird.
So ist es ganz einfach auf die Milliardenverluste zu kommen.
Tatsächlich ist es natürlich unmöglich zu ermitteln.
Aber dass wir beim Kauf jedes USB-Sticks und jedes Rohlings Geld an die GEMA zahlen, das wird nicht an die große Glocke gehängt.
Egal, richtiger ist es natürlich, sich alles zu kaufen. Und wer nur herunterlädt, der trägt auch nicht gerade dazu bei, dass jeder mehr hat. (Wie als Kind bei den Bibi-Blocksberg-Kassetten, jeder hat ein paar Originale und ein paar kopierte, dafür stirbt die Kassettenindustrie nicht, und jeder hat mehr Auswahl...)
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Vin
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Blubberbubb
Re: Milliardenverluste durch Urheberrechtsverletzungen?
«
Antwort #4 am:
19. Januar 2012, 20:44:21 »
Ich denke mal 30 Jahre zurück: Damals haben wir mit dem Cassettenrecorder gesessen und alles was uns gefallen hat, mitgeschnitten - sprich aufgenommen. Und was hatten wir nicht alles an aufgenommener Musikkassetten rumfliegen? *lach*
Ich glaube nicht dass man Donnerstags Abends wenn die Internationale Hitparade lief, auch nur ein Gesicht auf den Strassen gesehen hat.
Ich meine, dass sich nur die Art der Aneignung der Musik geändert hat. Denn Verluste waren es früher ja auch schon. Da hat man dafür boß nicht so einen Zwergenaufstand verbreitet. Es ist wohl mehr die Zeit, die das alles so an die Glocke hängen lassen. Die internationale Gesetzeslage gibt allen großen Industriellen viel mehr Möglichkeiten, noch mehr rauszuholen. Klar, dass sie es dann auch versuchen.
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wer zuletzt lacht, denkt zu langsam
Babsi
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Babsis selbst beleuchteter Bus
Re: Milliardenverluste durch Urheberrechtsverletzungen?
«
Antwort #5 am:
19. Januar 2012, 20:48:03 »
Die Verluste sind masslos übertrieben. Klar schauen sich viele Filme im Internet an. Aber was die Industrie verschweigt ist die Tatsache, dass diese Leute viel häufiger ins Kino gehen als jene, die sich keine Filme im Internet anschauen. Wer im Internet Filme guckt, ist nämlich viel besser informiert darüber, was gerade in die Kinos gekommen ist. Und wenn so jemand da einen Film sieht, der im gefällt, dann möchte er den auch gerne auf einer richtig großen Leinwand sehen. Ergo hilft das Internet sogar der Filmindustrie.
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Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als der Einfältige zu begreifen imstande ist.
Marion
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Jeder ist gut wie er ist
Re: Milliardenverluste durch Urheberrechtsverletzungen?
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Antwort #6 am:
19. Januar 2012, 21:00:30 »
Jammern im ganz großen Stil ist das!
Und wenn sie sparen wollen, dann vielleicht an den Mega Gagen der Stars.
Seid es die Möglichkeit gibt nehmen wir auf, kopieren und tauschen.
Wie Sabone schon sagte man hat einige Orginale und einige Kopien, die Kopien hätten wir aber nicht als Orginale da sie teuer sind und viele von uns sie gar nicht alle kaufen könnten.
Die Kopien helfen aber Schauspieler einer breiten Masse bekannt zu machen, und wenn dann wieder ein Film von einen Schauspieler den man durch die Kopien kennengelernt hat
in die Kinos kommen geht man gerne hin.
Marion
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Und wenn du alle Regeln hältst
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Jack Daniels
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Re: Milliardenverluste durch Urheberrechtsverletzungen?
«
Antwort #7 am:
19. Januar 2012, 22:05:13 »
Wer geht denn heute noch ins Kino oder kauft DVDs? Ich kenn keinen. Kinox.to regelt selbst die neuesten Filme gratis zum gucken. Und ich bezweifele ganz stark das jemand nachdem er den Film kennt, noch extra 10-15 euro für ne Kinokarte ausgibt.
Ich zumindest geh höhstens 1 mal im Jahr ins Kino, und ich kenn viele (junge) menschen dies ähnlich machen.
Von der Musikindustie brauchen wir gar nicht reden. Da wird doch schon seit Jahren nurnoch gesaugt statt gekauft.
Natürlich gibts auch immernoch genug brave Menschen die die Alben kaufen, keine frage!
Ich bin aufjedenfall der Meinung wenn man Weltweit denkt, das Milliardenverlust durchaus sehr realistisch ist.
Die neuen Internetgesetze heiße ich trotzdem nicht gut!
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Thommy
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Frieden durch Frieden darauf sind sie nt. gekommen
Re: Milliardenverluste durch Urheberrechtsverletzungen?
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Antwort #8 am:
19. Januar 2012, 22:14:35 »
Tatsache ist, das die Zahl derer die sich von Filesharing - oder anderen Servern Raubkopien gesaugt haben stark zurück gegangen ist und der Umsatz durch "legale" Verkäufe von Songs aus dem Internet allein 2009 um 30% gestiegen ist. Quelle:
Bundesverband der Musikindustrie
Meiner Meinung nach dient dieses Jammern der Medienkonzerne nur einem Zweck: Nämlich dem das das Internet weiterhin auch Weltweit einer Zensur unterzogen werden kann. Das würde dann auch zu dem jetzt erneut wieder zur Diskussion gestellten Gesetz im US-Senat passen:
Zitat
Der US-Kongress war entschlossen, ein Gesetz zu verabschieden, das Beamten die Zensur von Webseiten auf der ganzen Welt erlaubt.
Avaaz.org hat sich diesem Problem bereits gewidmet und eine 1,25 Millionen starke Petition direkt ans Weiße Haus übergeben. Ich hoffe das noch viel mehr diese Petition zeichnen. Wenn ihr interessiert seit dann klickt ruhig mal hier rein:
http://www.avaaz.org/de/save_the_internet_action_center_b/?cl=1518644155&v=12090
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Nicht Sieg sollte der der Zweck einer Diskussion sein sondern Gewinn
Yasmin
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Re: Milliardenverluste durch Urheberrechtsverletzungen?
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Antwort #9 am:
19. Januar 2012, 22:15:17 »
Hey Jack Schön, daß du mal wieder reinschaust.
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Federball
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Re: Milliardenverluste durch Urheberrechtsverletzungen?
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Antwort #10 am:
19. Januar 2012, 23:08:51 »
Zitat von: Jack Daniels am 19. Januar 2012, 22:05:13
Wer geht denn heute noch ins Kino oder kauft DVDs? Ich kenn keinen. Kinox.to regelt selbst die neuesten Filme gratis zum gucken. Und ich bezweifele ganz stark das jemand nachdem er den Film kennt, noch extra 10-15 euro für ne Kinokarte ausgibt.
Haben sie die von kino.to nicht erwischt oder sind das wieder neue
. Hmm ich kann das Fernsehprogramm auf Sattelitenreceiverfestplatte aufnehmen, ich komme gar nicht nach mit dem Kucken. Obwohl Kino gewisse Fummelvorteile hat. Wen interessiert schon der Film
.
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Das Leben ist zu kurz um nicht das Besondere für sich entdecken zu wollen.
Look
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Re: Milliardenverluste durch Urheberrechtsverletzungen?
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Antwort #11 am:
20. Januar 2012, 14:26:34 »
Die angeblichen Verlustzahlen halte ich auch für ziemlichen Quatsch. Einfach schon, weil die Grundlage, auf der sie errechnet werden, nicht stimmt: Man geht also davon aus, dass jedes raubkopierte Medium ansonsten gekauft worden wäre und behauptet den so entgangenen Gewinn als Verlust (obwohl man ja auch keine Produktionskosten mehr hatte). Schon entgangenen Gewinn als Verlust zu bezeichnen ist recht wackelig, aber davon auszugehen, dass die Leute von dem, was sie umsonst bekommen, nicht mehr nehmen, als dass, was sie ansonsten gekauft hätten, ist Blödsinn.
Normal überlegt sich jemand, ob er das neue Lady Gaga-Album unbedingt haben will und kauft es, wenn er mein ja. Wenn er in einer kostenlosen Tauschbörse ist, denkt er nur, ob es gut sein KÖNNTE oder sich auch nur das Reinhören lohnen würde und lädt es herunter. Das sind völlig andere Entscheidungen und solange die Industrie diesbezüglich die Leute für dumm verkauft (und ehrliche Kunden bestraft, indem sie ihre DVDs mit nicht überspringbaren Anti-Raubkopierer-Spots zukleistern, von denen man ironischerweise als Raubkopierer verschont bleibt) fehlt mir da etwas das Mitleid.
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